David Chipperfield renoviert Neue Nationalgalerie in Berlin

David Chipperfield renoviert Neue Nationalgalerie in Berlin
Neue Nationalgalerie
(Courtesy Verein der Freunde der Nationalgalerie)

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass ihre Wahl für die Renovierung der Neuen Nationalgalerie in Berlin auf den renommierten britischen Architekten David Chipperfield gefallen ist. „Wir freuen uns sehr, dass die Entscheidung für die Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie zu unseren Gunsten ausgefallen ist“, erklärte Chipperfields Büro gegenüber ARTINFO. Chipperfields Büro habe sich in dem zwei Stadien umfassenden VOF-Verfahren gegen insgesamt 24 Architekturbüros durchgesetzt.

 

Nach Auskunft von Chipperfields Büro soll die Renovierung des architektonischen Meisterwerks von Mies van der Rohe, das von 1965-1968 erbaut wurde, das gesamte Gebäude umfassen, von der Fassade bis zur Neuentwicklung der unsichtbaren inneren Strukturen, dabei jedoch nur minimal-invasiv vorgehen. „Bei David Chipperfield weiß ich diese Ikone der modernen Architektur in besten Händen“, erklärte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger gegenüber der dpa. Das Projekt, das sich noch im Anfangsstadium seiner Planung befindet, sieht ab 2015 eine dreijährige Schließung des Museums vor. Zu den Kosten gibt es bislang keine Angaben.

 

Dass die Wahl auf Chipperfield gefallen ist, überrascht nach seiner mit großem Beifall aufgenommenen Renovierung des Berliner Neuen Museums, das 2009 wiedereröffnete, nicht. Vergangenen Sommer gewann der Architekt den Mies-van-der-Rohe-Preis für seine Leistung um das sehr viel ältere Museum. Chipperfield unterhält ein Büro in Berlin, er verwirklichte in der deutschen Hauptstadt bereits mehrere interessante Kunstgebäude, darunter jenes Am Kupfergraben 10, in dem Contemporary Fine Arts residiert und das 2008 mit dem Fritz-Höger-Preis ausgezeichnet wurde.

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